Erfolgreicher Fettabbau: Was muss ich wissen?


Das Vorhandensein von Fett ist für unseren Körper überlebenswichtig. Das sogenannte „essentielle Fett“ hat die Aufgabe, Organe und Knochen polsternd zu schützen, eine gesunde Körpertemperatur zu stabilisieren und Vitamine zu speichern.

Fettabau, aber wie?Wer fit und attraktiv sein möchte, erreicht daher mit Abnehmen bzw. Fettabbau über einen gewissen Grad hinaus letztlich das genaue Gegenteil von seinem Ziel. Das Motto „Hauptsache gesund“ ist auch beim Fettabbau gültig.

Wer in puncto Fettabbau allerdings noch weit entfernt von gefährlichem Untergewicht ist und z. B. störendes „Hüftgold“ oder Bauchfett reduzieren möchte, für den haben wir hier Wissenswertes über den Fettabbau zusammengestellt.

 

1.) Die Kalorienzufuhr

Der Körper verbrennt Fett, wenn er mehr Energie verbraucht als ihm zugeführt wird. Allerdings gibt es große Unterschiede beim individuellen Energiebedarf.

Schwere Menschen verbrauchen mehr Energie als leichte, muskulöse mehr als weniger muskulöse. Und dann spielt bekannterweise, neben der Außentemperatur, der Lebensstil noch eine große Rolle.

Körperliche Bewegung, aber auch Stress und hohe geistige Leistungen verbrauchen mehr Kilokalorien als z. B. eine leichte Tätigkeit sitzend am Schreibtisch.

Auch Krankheiten können einen erhöhten Energiebedarf bedingen.

Grundsätzlich gilt:

Wer sein Fett reduzieren möchte, sollte zunächst seinen ungefähren täglichen Gesamtenergiebedarf errechnen.

>> Täglichen Energiebedarf errechnen

Dieser setzt sich aus dem Grundumsatz und dem Leistungsumsatz zusammen. Langfristig erfolgversprechend ist ein Abnehmplan, der dem Körper einerseits mindestens die für den Grundumsatz benötigte Kalorienzufuhr garantiert, ihm jedoch dabei etwas weniger Energie zuführt, als es seinem Gesamtkalorienverbrauch entspricht.

Viele seriöse Experten empfehlen für eine gesunde Reduktionsdiät eine Energiezufuhr, die ca. 500 kcal unter dem Gesamtenergiebedarf liegt.


2.) Auf die Signale des Körpers hören

Das Problem bei der Durchführung von mehr oder weniger strengen Diätplänen liegt zumeist in der Gegebenheit, dass dieser Gesamtenergiebedarf von Tag zu Tag sehr unterschiedlich sein kann.

Werden dem Körper jedoch in Bezug auf die Anforderungen, die an ihn gestellt werden, zu wenig Kalorien geboten, wird er früher oder später mit einem intensiven Hungersignal reagieren – es kommt zu den berüchtigten Heißhungerattacken. Bei unausgewogener Ernährung können sie auch ein Zeichen für einen Mangelzustand bezüglich bestimmter Nährstoffe sein.

Es ist immer wichtig, die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen.

Menschen, die eine Diät nicht durchhalten, obwohl sie es sich vorgenommen haben, sind nicht etwa willensschwach – auch wenn nicht selten gerade schlanke Menschen ihnen dies vorwerfen – sondern meistens über längere Zeit zu hart gegen sich selbst gewesen, sie haben zu lange gesunde und natürliche Bedürfnisse ihres Körpers nach Nahrung ignoriert.

Dieses „zu lange“ kann einen Zeitraum von Wochen, Tagen, aber auch einfach nur Stunden meinen, nämlich dann, wenn der Blutzuckerspiegel des Körpers zu niedrig ist.

Daher unser Rat: Hört auf Euren Körper.

Fragt Euch: Habe ich jetzt einfach nur Appetit, der bereits durch ein Glas Wasser, einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft oder eine interessante Ablenkung verschwindet, oder sagt mir mein Körper: Ich möchte jetzt unbedingt etwas aus diesem Lebensmittelbereich, es ist zurzeit durch nichts anderes zu ersetzen.

Ist Letzteres der Fall, dann gilt es, dem Gefühl nachzugeben, wenn auch in Maßen. Sonst droht die maßlose, alles andere als gesunde und in puncto Fettabbau kontraproduktive Befriedigung einer Heißhungerattacke.

 

3.) Welche Diät ist für den Fettabbau die beste?

Viele Menschen fühlen sich zu „dick“ und suchen nach Lösungen – entsprechend gibt es einen großen Markt für Diätratgeber, in denen es heißt: Abnehmen leicht gemacht.

In vielen wird allerdings der menschliche Körper wie eine Maschine betrachtet, dem nur dieser oder jener Stoff in vorgeschriebener Menge zuzuführen ist, sodass er passend reagiert. Leider, oder besser, Gott sei Dank, ist unser Körper keine Maschine, er gehört zu uns als ganzer Mensch.

Und als dieser haben wir auch kulturelle und tierethische Ansprüche an unsere Nahrung und auch unsere eigenen individuellen Gewohnheiten und Lieblingsspeisen.

Grundsätzlich gilt: Jede Diät, die unserem Körper weniger Kalorien zuführt, als wir verbrauchen, wird, zumindest kurzfristig, eine Gewichtsabnahme bewirken.

Die beste Diät für einen selbst ist jedoch jene, die uns Nahrungsmittel erlaubt, die wir gern mögen und deren Verzehr wir auch ethisch vertreten können.

Unabhängig davon ist in jedem Fall vor folgenden Nahrungsplänen für den Fettabbau zu warnen:

  • Einseitige Diäten. Sie führen zu einem Ungleichgewicht des Körpers.
  • Diäten mit einer erlaubten Kalorienzufuhr unter dem Grundumsatz. Sie bewirken einen Mangelzustand und in Folge Heißhungerattacken. (Eine Ausnahme hiervon sind spezielle und kontrollierte Heilfastenkuren.)
  • Diäten mit einem erhöhten Fettanteil. Sie begünstigen einen Anstieg der Blutfettwerte.
  • Diäten mit einem Schwerpunkt auf Fleisch. Es droht eine Überlastung mit Harnstoff, Harnsäure und Schwefel, die u. a. zu Nierenproblemen, porösen Knochen und Gicht führen kann. Der Cholesterinspiegel kann gefährlich ansteigen, es drohen Herz- und Kreislauferkrankungen, Arthritis, Arthrose und Rheuma.

 

4.) Sport

Aus gutem Grund wird in vielen Abnehmtipps und Hinweisen zum Fettabbau auf das Abnehmen mit Sport hingewiesen. Denn durch ein diätbegleitendes Training wird zugleich mit dem Erwerb einer schlankeren Erscheinung die körperliche Fitness gesteigert, der Körper wird u. a. durch Ausdauertraining leistungsfähiger und erhält nicht zuletzt durch ein wohldosiertes Muskeltraining eine ästhetische Silhouette.