Lebensmittel zum Abnehmen

Lebensmittel zum AbnehmenWer abnehmen möchte, sollte sich regelmäßig satt essen. Denn nicht die Quantität der Lebensmittel führt zu Übergewicht, sondern die Qualität, die Energiedichte.

Volumetrics“ nennen Experten jene Lebensmittel, die ein Sättigungsgefühl hervor rufen, ohne dass man Fett ansetzt.

Das ist nichts anderes als die uralte Empfehlung, mehr Ballaststoffe zu sich zu nehmen in Form von Gemüse, Salate und Obst.

Wer sich also vor dem Beginn der Abnehmphase Sorgen macht, von nun an mit knurrendem Magen auf die Waage steigen zu müssen, sollte im Internet einen Kalorienrechner aufrufen und dort einige der bisher beliebten Lebensmittel eingeben. Schnell wird ersichtlich, dass man richtig futtern darf, wenn man richtig einkauft.

Kalorienbomben vermeiden

  • Zwei Frikadellen (um die 300 Gramm) beinhalten über 460 Kalorien. Zwei Frikadellen sind schnell gegessen und machen Appetit auf mehr.
  • Eine Fertigpizza bringt fast 900 Kalorien auf den Teller.

Ballaststoffe zu sich nehmen

  • 300 Gramm frischer, gegarter Blumenkohl ist eine ordentliche Portion und hat nur knapp über 50 Kalorien.
  • Dazu eine mittelgroße Portion Salzkartoffeln (140 Kalorien) ergeben eine nachhaltig sättigende Mittagsmahlzeit, die bis zum Abend vorhält und gesund ist – sofern man die Butter und die Sauce Hollandaise weglässt.

Gehalt ist entscheidend

Es kommt also auf den Gehalt der Nahrung an. Ausgerechnet die günstige Variante ist die bessere. So entlasten frische Lebensmittel, selbst zubereitet, das Haushaltsbudget und sind positiv für die tägliche Energiebilanz.

Wer eine Portion Feldsalat zu sich nimmt (ca. 12 Kalorien), kann das vitaminreiche Gemüse in gekauftem, fertig gerührten Joghurtdressing ertränken, um beim Lesen der Inhaltsstoffe festzustellen, dass Joghurt nicht die Hauptzutat des Dressings darstellt.

Oder man nimmt einen großer Becher Naturjoghurt, vermischt diesen mit einem Teelöffel Olivenöl, Kräutersalz und Pfeffer sowie Kräutern – und fertig ist das kostengünstige, gesunde Dressing für die ganze Woche.

Flüssigkeiten

Eine volumetrische Ernährung bedeutet, zunächst so viel, wie möglich zu trinken. Cola-Limonaden sind aufgrund ihres Säuregehalts allenfalls ein probates Mittel gegen Rohrverstopfung in der Küche.

Für die Gesundheit besser geeignet sind ungesüßte Tees und Wasser. Säfte werden mit Wasser verdünnt, Limonaden jeglicher Couleur sind tabu.

Grüner Tee dagegen sollte fester Bestandteil der Diät sein; richtig aufgegossen, wirken seine Catechine stoffwechselfördernd, anregend und unterstützen beim Abnehmen.

Anders als Schwarzer hat Grüner Tee einen hohen Gehalt der Polyphenole, deren Wirkung jedoch durch Süßen mit Honig oder Zucker beeinträchtigt wird.

Bei vielen Diäten wird zu Recht empfohlen, grundsätzlich eine Flasche Mineralwasser bei sich zu haben und bis zu zwei Litern täglich zu trinken. Das dämpft zwar nicht das Hungergefühl, aber der Stoffwechsel wird angeregt und das erhöht den Grundumsatz an Kalorien.

Lebensmittel, die ich nicht zu fürchten brauche

Suppen sind beim Abnehmen sehr hilfreich. Sie ersetzen den abendlichen, mit Wurst und Käse belegten Schnittchenteller. Daher ist eine Gemüse Suppe oder auch mal eine kräftige Hühnerbrühe eine geeignete Abendmahlzeit.

Generell gilt: Zu jeder Mahlzeit sollten Obst, Rohkost und Gemüse, abends gegartes Gemüse, eingeplant werden. Die Ballaststoffe füllen den Magen und sind unabdingbar für die Gesunderhaltung des Darms.

Backwaren bewusst konsumieren

Auch industriell gefertigtes Brot kann ein Dickmacher sein, dabei ist es mit wenig Aufwand selbst zu backen aus vollwertigen Mehlen – nahezu kinderleicht mit Trockenhefe. Wer es lecker mag, gibt geröstete Zwiebeln hinzu, Kräuter, Sesam oder Mohn.

Brote aus dem Supermarkt sind oft reich an Zusatzstoffen und Sirups.

Fette

Gemieden werden sollte nahezu alles, was von der Industrie zubereitet wurde, beispielsweise Margarine. Zwar werden tierische Fette wie Butter in der Literatur oft „verteufelt“, doch sind sie Teil einer gesunden Mischkost.

Im Fokus behalten sollte man jedoch die täglich aufgenommene Menge an Fett und dabei nicht die versteckten Fette (und Zucker) übersehen. Auch hier ist das Internet hilfreich. Nicht jedes hochwertige Pflanzenöl verträgt Hitze. Zum Backen und Braten sind anstelle Margarine Oliven- oder Kokosöl mit ihren gesättigten Fettsäuren gut geeignet.

Süße Versuchungen

Wer gelernt hat, das Backen in den Alltag zu integrieren, sollte auch Kekse und Kuchen selbst machen. Nur dann weiß man, was man zu sich nimmt und kann die Kaloriendichte einschätzen.

Ab und an ein Stück Obstkuchen mit einem Dinkelboden und ohne Sahne ist durchaus erlaubt, auch mal zum Kaffee ein selbst gemachter Vollkorn-Brownie mit etwas Zartbitterschokoladen-Kuvertüre.

Ab und zu Süßes gehört zwar nicht zu den Lebensmitteln zum Abnehmen, ist aber ab und zu erlaubt – es darf nur nicht Teil des täglichen Speiseplans sein oder Süßhungerattacken befriedigen.

Die Volumetrics-Theorie anwenden

Wer sich nach der Volumetrics-Theorie ernähren möchte, kann anhand der Formel „nicht mehr als 1,25 Kalorien pro Gramm“ selbst errechnen, was auf den Einkaufzettel darf.

Zu den Top 5 gehören:

  1. grüner Salat
  2. entrahmter Naturjoghurt,
  3. Tomatensuppe,
  4. Erdbeeren
  5. und Hähnchenbrust.

(Quelle: „Focus“, 28. Januar 2007)

Volumetrics-Experten empfehlen auch das Trinken von warmem Wasser auf nüchternen Magen.

Fertiggerichte werden vollkommen aus der Tiefkühltruhe verbannt. Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker verführen dazu, mehr zu essen, als der Körper fordert und Fett wird in zu großen Mengen als Geschmacksträger eingesetzt.

Zur Erinnerung: Eine Fertigpizza bringt fast 900 Kalorien auf den Teller.

Das bedeutet nicht den Verzicht auf Pizza: Im Sinne der Volumetrics-Diät wird sie aus Vollkorn-Weizenmehl gebacken, mit Thunfisch oder magerem Schinken anstatt Salami belegt, mit frischen Tomaten anstatt der Fertigsauce und anderem Gemüse wie Paprika, Brokkoli, oder Spargel.

Auf Lebensmittel zum Abnehmen umsteigen verändert den Geschmackssinn

Wer auf Lebensmittel zum Abnehmen umsteigt, wird bald einen anderen Geschmackssinn empfinden, denn Geschmacksnerven lernen:

  • Tee schmeckt auch ohne Kandis.
  • Frisch zubereitete Lebensmittel schmecken besser als Fertiggerichte, bei denen man bald die fremden Stoffe als unangenehm wahrnimmt.
  • Beim Anblick eines Blumenkohls läuft ebenso das Wasser im Mund zusammen wie vorher beim Anblick der Frikadellen.

Fazit:

Die Ernährungsumstellung ist eine Zeit des Umgewöhnens. Wie alle Diät-Formen sollte man auch diese nicht zu eng sehen. Das strenge Einhalten jedweder Diät kann helfen, den Einstieg in eine andere Ernährung zu finden, sie ist dann wie ein Gehhilfe. Doch Diäten, auch die Volumetrics-Diät – schließen oft hochwertige Lebensmittel aus.

Wenn man erst das Gefühl dafür bekommen hat, was gut tut und was nicht, sollte man eine gesunde Mischkost einhalten mit kleinen Portionen, regelmäßigen Esszeiten, viel Flüssigkeit und viel Lebensmitteln mit hohem Ballaststoffanteil.

Zweifelsfrei sollte man auf der Suche nach Abnehmtipps auch nicht vergessen, sich näher mit den sogenannten Fettkillern zu beschäftigen.